Der Einsatz von Wings auf Surfbrettern ist keine neue Erfindung, sondern geht bis in die 1980er-Jahre zurück. Damals basierte das Design auf Drachenfliegern und war noch mit einem Mast am Board verankert, wobei der Fahrer in einem Trapez steckte. Das Segel konnte in verschiedene Positionen gekippt werden – sowohl vertikal als auch horizontal, ähnlich einer Tragfläche. Aus dieser ursprünglichen Idee entwickelten sich weitere Varianten, wie der Kite Wing, der keinen Mast mehr benötigte und nur mit den Händen gehalten wurde.
Später kam die aufblasbare Fronttube, die bis heute Standard ist. Allerdings war das Fahren ohne Trapez auf traditionellen Surfbrettern und SUPs sehr körperlich anstrengend, weshalb diese frühe Form des Wingsurfens nie richtig populär wurde. Erst als einige Pro-Surfer und Wassersport-Enthusiasten im Jahr 2000 Foilboards entwickelten, die aufgrund ihres geringen Widerstands ideal als Ergänzung zum Wingfoilen dienten, nahm der Sport richtig Fahrt auf. Der Durchbruch kam dann 2018, als die Kombination von Foilboards und Wingsurfen dank der Weiterentwicklung von Hydrofoil-Technologien auch im Kitesurfen erfolgreich eingesetzt wurde. Erste Videos von Wingfoilern gibt es bereits seit 2017, und heute verbreitet sich der Sport rasant.